Data Blending im Google Data Studio - Peaks & Pies

Data Blending im Google Data Studio

31. Juli 2018

Bisher konnte man zwar in Data Studio Daten aus verschiedenen Quellen zusammenbringen, aber noch nicht in einer Grafik. BI-Spezialisten investieren Zeit und Mühen, um verschiedene Datenquellen in ihrer Visualisierung zu verknüpfen und schreiben dafür komplizierte SQL-Abfragen. Das hat nun ein Ende.

Data Studio setzt genau dort an. Ohne zu Programmieren kann man nun über Data Blending jegliche Daten verknüpfen. Oder hat dies etwa seine Grenzen? Wir schauen uns das neue Feature an.

Als Grundlage für die neu kreierte Datenquelle können fünf Quellen miteinander verknüpft werden. Dafür muss mindestens eine Dimension übereinstimmen, zum Beispiel eine Seiten-URL, ein Datum oder eine User-ID. Technisch betrachtet handelt es sich beim Verknüpfen um einen Left Outer Join. Somit muss beachtet auf welchen Daten die „blended data“ basieren sollen.

World Population Daten geblendet mit [Sample] Google Analytics Data über den Key „Country“.

Es gibt drei Wege so eine Datenquelle zu erstellen:

  1. Unter Resource kann man Zusammengeführte Daten verwalten. Dort wählt man als erstes die Quellen, sucht mindestens einen Key und überlegt sich welche Werte aus welcher Quelle verknüpft werden sollen.
  2. Man fügt zu einer Grafik eine Datenquelle hinzu und verfährt wie in Option 1.
  3. Man markiert mehrere Grafiken, die eine Dimension teilen, und über Daten zusammenführen verknüpft man diese direkt miteinander.
Oben die Daten aus jeweils einer Datenquelle. Unten sind diese verknüpft.

Es besteht auch die Möglichkeit eine bestehende Datenquelle mit sich selbst zu blenden.

Wofür soll das gut sein?

Zum Beispiel können dadurch Aktivitätsmetriken (1 day active, 7 days active, 28 days active) direkt miteinander verglichen werden, was vorher nicht möglich war.

Test des Vergleiches der Aktivitätsmetrik aus Google Analytics.

Dabei haben die Kombinationsmöglichkeiten ihre Grenzen. Wer unsicher ist, welche Dimensionen und Metriken in einer Abfrage zusammengefügt werden können, kann die Möglichkeiten im Dimensions & Metrics Explorer von Google prüfen.

Zudem hat dieses Feature weitere Grenzen: Calculated Fields werden bisher nicht in „blended“ Datenquellen unterstützt. An der Umsetzung wird aber gearbeitet.

Zum Beispiel kann mit dem jetzigen Setup User und Returning User miteinander vergleichen. Returning User ist keine Metrik, sondern die Metrik User segmentiert über returning visitors. Die Differenz der Werte ist allerdings noch nicht darstellbar.

Ebenso ist es wichtig beim Anwenden von Filtern darauf zu achten, was genau gewünscht ist. Entweder man filtert eine blended Grafik oder noch bevor man die Datenquellen verknüpft. Wichtig ist, dass man nicht vergisst: Filter filtern Filter.

Im Großen und Ganzen ist Data Blending ein willkommenes Feature. Für uns besonders interessant ist die Verknüpfung verschiedener Google-Analytics-Datenansichten. Endlich ist es zum Beispiel möglich Daten aus Datenansichten, die nach Gerätetyp aufgesetzt sind, direkt miteinander zu vergleichen.

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