Business Intelligence
/25. März 2026- Aktualisiert am 25. März 2026/4 Min. LesezeitEffizienz und Expertise: Wie wir Antigravity in der BI-Entwicklung einsetzen
In der Business Intelligence (BI) ist die Gleichung meist simpel: Je schneller valide Daten zur Verfügung stehen, desto schneller lassen sich fundierte Geschäftsentscheidungen treffen. Doch die Realität in der Entwicklung sieht oft anders aus. Bestehende Daten-Pipelines zu erweitern, bedeutet meistens, tief in gewachsene Code-Strukturen einzutauchen, Boilerplate-Code zu schreiben und komplexe API-Logiken manuell zu adaptieren.
Um diesen Prozess zu beschleunigen, testen wir bei Peaks & Pies intensiv den Einsatz von Antigravity, der agenten-basierten IDE von Google. Doch bei aller Begeisterung für die Geschwindigkeit: Ein Selbstläufer ist das Tool nicht. In diesem Artikel teilen wir unsere Erfahrungen aus der täglichen Praxis.
Der Anwendungsfall: Skalierung unseres "Datahubs"
Unser zentrales GitHub-Projekt datahub fungiert als Herzstück für viele Kunden-Setups. Hier werden Daten von APIs (z. B. BingAds) abgeholt, transformiert und in Google BigQuery gespeichert. Auch die Deployment-Konfigurationen für den Cloud Scheduler liegen hier.
Kürzlich standen wir vor der Aufgabe, bestehende BingAds-Abfragen um detaillierte Keyword-Daten zu erweitern. Ein klassischer Task, der normalerweise viel repetitive Arbeit erfordert.
Wo Antigravity glänzt:
- Kontextverständnis: Antigravity analysiert die bestehende Middleware und versteht, wie wir BingAds-Daten bisher verarbeiten. Es schreibt die notwendigen Erweiterungen für neue API-Endpunkte direkt im passenden Stil.
- Automatisierte Konfiguration: Das Erstellen von SQL-Transformationen und Schemas für BigQuery übernimmt der Agent weitestgehend selbstständig.
- Infrastruktur-Integration: Auch die Anpassung der Cloud Scheduler Configs wird als Teil des Workflows begriffen, was die Fehlerquote bei manuellen Übertragungen senkt.
Welche Fähigkeiten braucht es?
Um mit Antigravity qualitativ hochwertige Ergebnisse zu liefern, verschiebt sich das Anforderungsprofil unserer Engineers:
- Architektur-Verständnis: Man muss das Zielsystem (z. B. BigQuery-Architekturen) durchdringen, um die Prompts präzise zu formulieren.
- Review-Kompetenz: Der Engineer wird zum Auditor. Jede Zeile, die der Agent schreibt, muss kritisch auf Performance und Sicherheit geprüft werden, wie bei einem Pull Request in Git.
- Abstraktionsvermögen: Nur wer versteht, wie die Middleware abstrahiert ist, kann den Agenten anweisen, diese sinnvoll zu erweitern, statt sie mit Redundanzen aufzublähen.
Wo Vorsicht geboten ist
Es gibt klare Grenzen, an denen wir derzeit noch bewusst manuell eingreifen:
- Logik-Fehler in der Transformation: Der Agent generiert syntaktisch korrekten SQL-Code, doch ob die Business-Logik hinter der Transformation (z. B. Attributionslogiken) stimmt, erkennt er nicht immer.
- Edge-Cases: APIs sind launisch. Spezielle Fehlermeldungen oder Limitierungen der BingAds-API werden von der KI oft zu optimistisch behandelt. Hier ist menschliche Erfahrung bei der Fehlerbehandlung (Error Handling) unverzichtbar.
- Blindes Vertrauen: Die Gefahr ist groß, "bequem" zu werden. Ein Code-Review durch einen Entwickler ist bei uns auch (und gerade) bei KI-generierten Code Pflicht.
Was bedeutet das für unsere Kunden?
Der Einsatz von KI-gestützten Agenten wie Antigravity ist für uns kein Selbstzweck, sondern ein direktes Investment in die Projektergebnisse unserer Kunden:
- Höhere Geschwindigkeit (Time-to-Data): Was früher Tage dauerte, wird heute oft in Stunden erledigt. Neue Datenquellen stehen schneller für Analysen und Dashboards zur Verfügung.
- Gesteigerte Qualität: Da Antigravity auf bestehende Muster im Code zurückgreift, minimieren wir Flüchtigkeitsfehler und sorgen für einen extrem konsistenten Code-Standard.
- Fokus auf Business Logic: Unsere Experten verbringen weniger Zeit mit "Plumbing" (Datenleitungen legen) und mehr Zeit mit der Interpretation der Daten und der Optimierung der Business-Logik.
Fazit: Mehr Tempo, gewohnte Tiefe.
Antigravity hilft uns dabei, Agilität im Business Intelligence-Alltag wirklich zu leben. Wir verbringen weniger Zeit mit Fleißaufgaben und mehr Zeit mit der Architektur.
Trotzdem gilt: Die KI liefert die Beschleunigung, aber unsere Berater liefern die Expertise. Wir nutzen AI Assisted Coding dort, wo es sinnvoll ist – für Standards und Fehlersuche. Wenn es aber um maßgeschneiderte Schnittstellen und komplexe Daten geht, verlassen wir uns lieber auf unseren eigenen Code als auf automatisierte Prozesse.
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