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/18. Mai 2026- Aktualisiert am 21. Mai 2026/5 Min. LesezeitGoogle Tag Manager bekommt ein grundlegendes Update
Google Tag Manager (GTM) bekommt in diesem Jahr das bislang umfangreichste Update seiner Geschichte. Die Änderungen betreffen nicht nur die Oberfläche, sondern auch die grundlegende Architektur: Google Tags werden zu vollwertigen GTM-Containern — inklusive aller Features, die bisher nur nativen Containern vorbehalten waren. Was genau sich ändert, welche Vorteile das Update mit sich bringt und worauf man bei der Migration achten sollte, beschreibt dieser Artikel.
Der Roll-out beginnt im Sommer 2026 und wird schrittweise eingeführt. Wer Google Tags heute bereits einsetzt, hat damit einen direkten Migrationspfad in die neue Welt.
Google Tags werden zu GTM-Containern
Bislang existierten Google Tags und Google Tag Manager als zwei separate Mechanismen zur Einbindung von Tracking-Code. Ein Google Tag ist ein einzelnes JavaScript-Snippet — typischerweise für Google Analytics 4 (GA4) oder Google Ads —, das direkt im Quellcode einer Website platziert wird. GTM hingegen ist ein vollständiges Container-System mit Workspace-Management, Triggern, Variablen und einer Vorschau-Funktion.
Mit dem Update verschmilzt beides: Bestehende Google Tags werden automatisch zu GTM-Containern migriert. Das bisherige Verhalten auf der Website bleibt erhalten — die Datenschicht (Data Layer), die Event-Struktur und die Mess-IDs ändern sich nicht. Neu ist, dass man bei Bedarf auf alle GTM-Funktionen zugreifen kann: Trigger, Variablen, Custom Templates und Workspace-Previews stehen ab dem Upgrade zur Verfügung.
Schnellere Seiten durch weniger JavaScript-Lasten
Ein konkreter technischer Vorteil des Upgrades betrifft die Performance. Wer heute GA4 und Google Ads parallel betreibt, lädt zwei separate gtag.js-Bibliotheken — zusätzlich zum GTM-Container-Skript. Das sind drei JavaScript-Ressourcen, die der Browser sequenziell auflösen muss.
Nach der Migration übernimmt der GTM-Container die Kommunikation mit allen Google-Messprodukten direkt. Die separaten gtag.js-Dateien entfallen, weil der Container die notwendige Logik bereits enthält. In der Praxis bedeutet das weniger externe Requests, kürzere Ladezeiten und eine stabilere Datenbasis — da keine Messung mehr davon abhängt, dass ein zusätzliches Bibliotheksskript geladen wurde.
Einstellungen zentralisiert im neuen "Settings"-Tab
Bislang wurden globale Google-Tag-Einstellungen — etwa Consent-Konfigurationen, Domain-Übergreifungen oder Measurement-IDs — entweder direkt im Tag-Snippet oder verteilt über verschiedene Bereiche der GTM-Oberfläche gepflegt. Das Update konsolidiert diese Konfiguration in einem neuen, dedizierten "Settings"-Tab innerhalb des Containers.
Das erleichtert vor allem die Verwaltung in Teams: Änderungen an globalen Einstellungen lassen sich nun an einer einzigen Stelle vornehmen, versionieren und im Vorschau-Modus testen — bevor sie in den Live-Workspace übernommen werden.
Container lassen sich direkt mit Google-Produkten verknüpfen
Ein weiteres Feature des Updates ist die direkte Verlinkung zwischen GTM-Containern und Google-Zielkonten wie Google Ads oder GA4. Sobald ein Container mit einem solchen Zielkonto verknüpft ist, wird er auch innerhalb dieser Produkte sichtbar und verwaltbar — ohne separaten GTM-Login.
Standardmäßig erhalten verlinkte Konten "Lesen"-Zugriff auf den Container. Berechtigungen lassen sich jederzeit über die GTM-Nutzerverwaltung anpassen oder entziehen. Das ist besonders für Agenturen relevant, die Containerzugriffe für mehrere Kundenprojekte verwalten: Die Verlinkung schafft eine direktere Verbindung zwischen Messkonfiguration und Werbeplattform, ohne dass dafür separate Zugänge eingerichtet werden müssen.
Der Visual Event Builder vereinfacht die Tracking-Einrichtung
Parallel zum Architektur-Update führt Google einen visuellen Event-Builder (Beta) ein. Mit diesem Tool können Nutzende Tracking-Konfigurationen erstellen, indem sie schlicht ihre eigene Website durchklicken: Man navigiert durch einen Conversion-Funnel — etwa einen Kaufprozess —, und der Builder erfasst dabei automatisch die notwendigen Tags, Trigger und Variablen.
Zum aktuellen Zeitpunkt befindet sich das Feature in der Beta-Phase und unterstützt Google-Ads-Kaufkonversionen. Die Unterstützung weiterer Use Cases ist für den weiteren Jahresverlauf angekündigt. Für Teams, die GTM bisher manuell konfiguriert haben, kann der Builder den Einrichtungsaufwand für Standardfälle erheblich reduzieren — für komplexe, Custom-Event-basierte Setups wird die manuelle Konfiguration jedoch weiterhin die zuverlässigere Option bleiben.
Die Migration erfolgt mit Vorschau und Bestätigung
Das Update wird nicht automatisch und ohne Kontrolle eingespielt. Google stellt einen geführten Upgrade-Flow bereit, der es ermöglicht, alle Änderungen zunächst in einer Vorschau zu prüfen. Erst nach expliziter Bestätigung werden die Änderungen in den aktiven Workspace übernommen.
Für bestehende Setups bedeutet das: Das bisherige Verhalten der Website ändert sich nicht ohne Zutun. Die Migration eröffnet neue Möglichkeiten, ohne bestehende Implementierungen zu destabilisieren — vorausgesetzt, man nimmt sich die Zeit, die Vorschau sorgfältig zu prüfen.
Fazit
Das GTM-Update vereint zwei Welten, die bisher getrennt nebeneinander existierten. Wer Google Tags bisher als einfache Einbindungsmethode nutzte, bekommt mit der Migration Zugang zum vollständigen Funktionsumfang von Google Tag Manager — ohne dass bestehende Messungen berührt werden. Für Teams, die bereits mit GTM arbeiten, bringt das Update vor allem Vorteile in der Performance und der zentralisierten Verwaltung. Die schrittweise Einführung ab Sommer 2026 gibt ausreichend Zeit, die eigenen Setups auf die neuen Möglichkeiten vorzubereiten.
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