Conversion Optimierung
/16. Dezember 2025- Aktualisiert am 19. Januar 2026/3 Min. LesezeitWie man Hypothesen so formuliert, dass sie wirklich testbar sind
Hypothesen sind der Kern des Conversion Rate Optimization- bzw. CRO-Prozesses. Sie entscheiden darüber, ob ein Test eine klare Aussage ermöglicht oder ob er sich im Nachhinein schwer einordnen lässt. In vielen Teams entstehen Hypothesen jedoch eher spontan: eine Idee, ein Bauchgefühl, ein schneller Ansatz. Wirklich hilfreiche Hypothesen funktionieren anders. Sie schaffen Struktur und machen sichtbar, was wir eigentlich überprüfen wollen.
Eine Hypothese braucht einen nachvollziehbaren Ausgangspunkt
Jede Hypothese beginnt mit einer Beobachtung, die man beschreiben kann. Das kann ein Muster in quantitativen Daten sein, eine wiederkehrende qualitative Rückmeldung oder ein auffälliger Schritt im Funnel. Je klarer der Ausgangspunkt, desto leichter lässt sich später ein Ergebnis zuordnen.
Beispiel:
Viele Nutzer verlassen die Produktseite nach wenigen Sekunden, ohne weiter zu scrollen.
Solche Beobachtungen wirken unspektakulär, sind aber oft der präziseste Startpunkt.
Die Annahme verbindet Problem und mögliche Lösung
Eine gute Annahme ist keine abstrakte Vermutung, sondern ein plausibler Zusammenhang. Sie beschreibt, warum die beobachtete Situation möglicherweise auftritt und welche Änderung darauf Einfluss haben könnte.
Beispiel:
Wenn die wichtigsten Produktmerkmale früher sichtbar sind, erkennen Nutzer schneller den Wert des Angebots.
Eine Annahme ist kein Fakt. Sie ist ein begründeter Verdacht.
Die erwartete Wirkung macht die Hypothese prüfbar
Eine Hypothese ist erst dann testbar, wenn klar ist, welche Veränderung man erwarten würde. Ohne diesen Schritt bleibt der Test vage und schwer interpretierbar. Die erwartete Wirkung muss nicht komplex sein, aber sie sollte konkret genug sein, um sie messen zu können.
Beispiel:
Wir erwarten, dass mehr Nutzer in den Warenkorb wechseln, weil sie die relevanten Informationen früher wahrnehmen.
Damit entsteht ein klarer Maßstab für die spätere Interpretation.
Spezifisch, aber nicht kompliziert
Testbare Hypothesen beantworten drei Fragen:
- Was wurde beobachtet
- Welche Annahme ergibt sich daraus
- Welche messbare Veränderung erwarten wir
Mehr braucht es nicht. Zu viele Details machen eine Hypothese nicht besser, sondern unklarer. Präzision entsteht durch Fokus, nicht durch Länge.
Hypothesen unterstützen Entscheidungen, nicht nur Tests
Der Wert einer Hypothese zeigt sich nicht erst im Ergebnis, sondern darin, ob sie klare Entscheidungen ermöglicht. Eine gut formulierte Hypothese schafft Orientierung, grenzt Erwartungen ein und verhindert, dass ein Test im Nachhinein beliebig interpretiert wird.
Auch wenn ein Test nicht die erhoffte Wirkung zeigt, liefert die Hypothese einen Rahmen, um das Ergebnis einzuordnen. Sie hilft zu verstehen, warum etwas nicht funktioniert hat und welchen Ansatz man als nächstes verfolgen sollte. Dadurch wird der Test zu einem nachvollziehbaren Lernschritt statt zu einem isolierten Datenpunkt.
Fazit
Eine gut formulierte Hypothese schafft Klarheit im gesamten Testprozess. Sie ist konkret genug, um überprüfbar zu sein, und offen genug, um echtes Lernen zu ermöglichen. Conversion Rate Optimization (CRO) wird dadurch nicht komplizierter, sondern strukturierter.
Tests liefern dann nicht nur Ergebnisse, sondern Erkenntnisse. Und genau das macht Optimierung langfristig wirksam.
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